Sportübersicht

 

Kanzelwandtrail 2016
(30.07.2016)

30.07.2016

Schönes Wetter und ziemlich warm.

Heute sollte der Kanzelwandlauf bzw. Kanzelwandtrail für mich auf dem Programm stehen. Irgendwie war ich sehr nervös. Bereits gestern beim Abholen der Startnummer war ich nicht mehr so sicher, ob das eine gute Idee sein sollte, da mitzulaufen. Das Training war leider sehr unregelmäßig. Eine längere Zeit hatte meine Frau mit Krankheit zu kämpfen und da war einiges anderes wichtiger. Außerdem war eigentlich geplant, dass wir zu der Zeit bereits im Urlaub sein würden. Der Trainingseifer war also nicht übermäßig groß und trotzdem habe ich mich angemeldet.

So stand ich nun am Start und traf natürlich wie immer ein paar bekannte Gesichter. Pünktlich um 10 Uhr erfolgte der Start und ich habe mich ziemlich weit hinten in dem sehr großen Starterfeld eingereiht. Bei der relativ großen Hitze, wollte ich vor allem vernünftig starten. Bereits beim Riezlerhof stand mein persönlicher Fanclub Ursi, Livia, Annika, Daniel und Agnes mit Transparent. Es ist immer wieder schön von der eigenen Familie angefeuert zu werden. Dann ging es die Hauptstraße weiter, bis man in den Westeggweg einbog und ganz oben in den Riezler Höhenweg abzweigte. Hier wurde es schon ziemlich eng und es war klar, dass das Überholen ab jetzt sehr schwierig werden würde. Das steile Waldstück hinauf zur Riezleralp hatte ich mir eigentlich vorgenommen einige Läufer zu überholen. Es war allerdings nicht so einfach und irgendwie fehlte mir am heutigen Tag etwas die Leichtigkeit. Ein paar Läufer konnte ich dann überholen, aber auch ich wurde von ein paar Läufern überholt. Irgendwie war ich dann auf der Riezleralp auch nicht schneller wie im Training. Ob es an den vielen Läufern lag, oder einfach am heutigen Leistungsvermögen ist schwer zu beurteilen.

Blöderweise hatte ich dann nach der dortigen Verpflegungsstation etwas Seitenstechen und ich konnte leider nicht wirklich Tempo machen. Also ging es mit sehr viel „gehen“ durch das Kanonenrohr hinauf in den Gundsattel. Da wurde ich u.a. bestens von Karin und Herlinde angefeuert. Das erste Stück hinunter in Richtung Roßgund lief es mir sehr gut. Doch irgendwann "stand da die Hitze in den Latschen" und es machte bei mir leider etwas „Stopp“. Hitze ist nicht unbedingt mein großer Freund und macht mir leider immer wieder zu schaffen. Im Roßgund war ich sehr froh als es noch einmal eine Getränkestation gab. Dann folgte der steile Anstieg in Richtung Kanzelwandgipfel. Eigentlich wollte ich noch einmal etwas anziehen, aber es ging eigentlich nichts mehr. Ich war absolut platt und hatte das Gefühl dass ich nur ganz langsam nach oben kroch. Bald würden mich jede Menge Läufer einholen. Irgendwie geschah das aber dann doch nicht und auch die Läufer vor mir kamen nicht wirklich von mir weg. Wahrscheinlich mussten die sich genauso hochquälen wie ich? Das letzte Stück hinunter in Richtung Ziel lief mir dann noch einmal richtig gut und ich konnte sogar noch Läufer überholen. Die letzten paar Meter, die noch aufwärts zu laufen waren, ging dann aber leider gar nichts mehr und ich wurde kurz vor dem Ziel noch von ein paar Läufern überholt. So war am Ende mit einer Zeit von 1:39:44,4 „nur“ der 203. Rang und 25. Rang in meiner Altersklasse M45 drinnen.

Das Minimalziel von unter 1h 40 min. gerade so erreicht. Heimlich habe ich natürlich eine Zeit um 1h 30 min erhofft, was aber realistisch gesehen sehr weit weg war. Im Endeffekt war das Ergebnis genau so, was das Training im Vorfeld zuließ. Vielleicht hatte ich heute auch nicht den allerbesten Tag, doch das glaubt man wahrscheinlich immer. Im Endeffekt bin ich dann doch zufrieden, dass ich den sehr schönen Lauf mitlaufen und ohne Beschwerden beenden konnte. Ein großes Dankeschön auch den vielen Helfern, die für beste Wettkampfbedingungen gesorgt haben und natürlich meiner Familie, die es sich natürlich nicht nehmen ließ, auch im Zielbereich anwesend zu sein!

  

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