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Testbericht Garmin Forerunner 305
 (02.06.2007)

 

Ich habe früher den Garmin Forerunner 201 benutzt und habe mir vor ca. 1 1/2 Monaten den Garmin Forerunner 305 zugelegt. Ich habe noch lange nicht alle Funktionen ausprobiert und dieser Testbericht passt nur auf mein persönliches Profil und meine persönlichen Anforderungen.

Wichtig war für mich, dass ich nur mehr ein Gerät für das Training und Bergtouren brauche. Ich mache zwar keinen Leistungssport mehr, bin als "alter" Langläufer aber doch noch auf dem einen oder anderen Volkslanglauf und manchmal auch auf einem Berglauf anzutreffen. Außerdem wollte ich ein Gerät wegen den Höhenmetern für meine Bergtouren.

Meine Voraussetzungen an das GPS-Gerät:

- eine Trainingsuhr, die ich am Arm tragen kann u. die mir zusätzlich GPS Daten liefert
- Höhenprofil mit zurückgelegten Höhenmetern (das wichtigste als "Gebirgler" und Bergläufer)
- Messung von Geschwindigkeit, Distanz, Zwischenzeiten
- Koordinaten von Gipfeln festlegen und eine persönliche Karte mit eigenen Wegen erstellen
- Pulsuhr

Alle diese Funktionen erfüllt der Forerunner 305 in hervorragender Weise. Der Empfang des Gerätes im Vergleich zum 201er hat sich auch wesentlich verbessert. Beim 201er gab es öfters in Fels-/Schluchtnähe und im Wald öfters einmal Empfangsstörungen. Bisher hatte ich dieses Problem beim Forerunner 305 noch nicht.

Bisher hatte ich die Uhr bei Bergtouren, beim Mountainbiken, beim Berglauf und beim Laufen dabei.

Was ich bisher ausprobiert habe:

- Man kann an der Uhr zwischen 4 verschiedenen Sportarten auswählen. Das funktioniert einwandfrei und ist interessant wenn man das Garmin Training Center für die Datenaufzeichnung verwendet. Für das Programm SportTracks ist das nicht relevant, da man es dort beim Herunterladen festlegen kann.

- Automatische Zwischenzeiten. Beim Wien-Halbmarathon habe ich nach jedem Kilometer eine automatische Zwischenzeit setzen lassen. Das hat einwandfrei geklappt und war im Nachhinein sehr interessant.

- Koordinaten festlegen und an einen Ort zurück finden. Beim Zurückfinden zeigt das Gerät die Luftlinie an. Die Differenz beim zurück finden war ca. 10m. Nach dem Auslesen kann man die Punkte auf der Karte beschriften und dann mit der richtigen Bezeichnung wieder drauf laden.

- AutoStop. Die Uhr hält bei einer Pause (oder individuellen Einstellung) die Stoppuhr an. Das funktioniert auch einwandfrei. Ist vor allem beim Radfahren interessant.

Das mitgelieferte Programm Garmin Training Center (TM) ist leider nur bedingt verwendbar. Mir gefällt es eigentlich ganz gut, nur wenn man im Gebirge wohnt, ist mit das wichtigste die Höhenmeter. Leider werden diese hier nicht richtig angezeigt. Ich habe mir sagen lassen, dass das GPS jede Armbewegung mitmisst (ich hoffe ich hab das so richtig wiedergegeben). Interessant finde ich vor allem, dass man in der Graphik z.Bsp. das Höhenprofil und die Herzfrequenz übereinander legen kann.

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Für die Höhenmeter musste ich mir also was anderes überlegen. Es gibt zum Glück das Programm SportTracks. Das Programm ist ziemlich genial. Man kann es als Trainingstagebuch nutzen und auch die GPS Daten auf Google Earth mit Satelitenbildern visualisieren. Die Software kann man hier kostenlos downloaden: Download SportTracks

Ich habe mir z.Bsp. für mein Trainingstagebuch die unterschiedlichen Sportarten folgende Bereiche angelegt:
- Laufen unterteilt in Normal, Berglauf, Intervall und Rennen
- Radfahren unterteilt in MTB und Straße
- Langlaufen unterteilt in Normal, Skiroller, Rennen und Nordic Walking
- Bergtouren

Hier ein paar wenige Möglichkeiten der Ansicht unter SportTracks

Die ersten 3 Graphiken stammen von einer sehr schönen, gemütlichen Trainingstour mit Sabrina.

Zusammenfassung:

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Höhenprofil und Herzfrequenz

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Wien Halbmarathon in Google Earth

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Ich bin bis jetzt von der Uhr sehr begeistert. Vor allem die Auswertungsmöglichkeiten machen sehr viel Spaß. Ebenso finde ich die Bedienbarkeit sehr einfach und übersichtlich.

Für meine "persönliche Karte" verwende ich im Moment die Garmin MetroGuide Europe v9. Ich bin noch auf der Suche nach einer Karte die Höhenlinien anzeigt. Falls ich diese noch finde, dann bin ich glaube ich restlos überzeugt von dem Gerät.

Die Uhr ist genial für jede Sportart und auch für Bergtouren. Für die Wildnis und Wochentouren ist sie nur bedingt geeignet. Bei Wochentouren sollte man die Möglichkeit der Stromversorgung haben. Leider ist natürlich die Akku-Zeit mit 10 Stunden viel zu kurz.

Edit: So sieht z.B. ein Ausschnitt einer Berglauftour in der Topographischen Karte Österreich aus.

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