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11.09.2002
Schönes Wetter.
Nach dem Frühstück und Aufräumen der Hütte in Maurvangen ging es mit dem
Auto zuerst auf dem RV 51 zurück bis nach Bygdin. Dort bogen wir auf die
Mautstraße (80 NOK) Jotunheimvegen ab. Zunächst ging es am See Vinstra
entlang. Wir fuhren durch eine herrliche gold-gelbe herbstliche
Hochgebirgslandschaft. Vereinzelt waren auch noch Schafe und ein paar Kühe
anzutreffen. Vor Skåbu wird die Landschaft wieder etwas lieblicher. Überall
kann man am Straßenrand „Hytter“ mieten. Bei Skåbu kamen wir auf die Straße
255 und fuhren diese südwärts durch das Espedal.
Am wunderschönen Espedalvatnet machten wir eine etwas längere Pause. Am Südende
des Espedalvatnet wollten wir noch das merkwürdige Höhlensystem „Helvete“
(Hölle, das sind zwei Spalten, die durch Gletschermühlen in der Eiszeit
entstanden sind) besuchen. Für 10 NOK könnte man das anschauen, aber es war
dort bereits alles verriegelt und wir fuhren weiter südwärts durch das Gausdal.
In Aulestad hätte man das Wohnhaus von Bjørnstjerne Bjørnson besuchen können,
was wir aber erst am Abend festgestellt haben. Wir sind also daran vorbei und
bis nach Lillehammer gefahren.

Dort fuhren wir erst mal in die Stadtmitte holten an einem Bankomaten Geld und stiefelten noch ein wenig auf der „Gågate“ (Fußgängerzone) herum und kauften noch ein paar Kleinigkeiten ein. Danach ging es auf die Suche nach einer kleinen „Hytte“. Auf den beiden Campingplätzen in Lillehammer war keine zu bekommen. Ich war mir nicht schlüssig ob wir jetzt im Zelt übernachten oder außerhalb von Lillehammer eine kleine Hütte suchen sollten. Eine 5-Kronen Münze musste dann für die Entscheidung sorgen. Sie entschied sich dafür dass wir in Richtung Sjusjøen weiterfahren sollten. Bereits nach 6 km kam der erste Campingplatz der auch Hütten vermietet. Hier bogen wir ein und versuchten auf ein neues uns in norwegisch zu verständigen. Auch dieses mal klappte es ganz gut und ich verstand sogar die Wegbeschreibung zur Hütte auf Anhieb. Jetzt sind wir auf Roterud Fritidsgard gelandet und mir gefällt es hier sehr gut. Es gibt einen Stall in dem ein paar Pferde drin stehen und auf dem man auch Reittouren unternehmen kann. Außerdem gibt es ein Hofmuseum mit Gerätschaften und Werkzeugen. Witzigerweise sind eine Hütte weiter zwei jüngere Frauen mit Kemptner Auto-Kennzeichen. Hatte leider noch keine Gelegenheit mit ihnen zu sprechen, werde es aber sicher noch nachholen. Nachdem ich heute nach Hause telefoniert habe, erfuhr ich dass nächste Woche ein Jahrgänger von mir auch nach Norwegen kommt. Vielleicht werden wir uns in Bergen treffen. Da ich heute Kopfweh habe werde ich wohl früh ins Bett kommen.

192,7 km, Fylke: Oppland.
| 6. Tag | 8. Tag |