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10.06.2005
Schönes Wetter, es ging aber ein kalter Wind.
Nach dem Aufräumen und einem kurzem Gespräch mit dem Campingplatzbesitzer fuhr ich erst mal nach Bykle. Da ich noch in der Vorsaison unterwegs bin, haben leider noch einige Sehenswürdigkeiten geschlossen. So auch die kleine Kirche von Bykle in der es sehenswerte Rosenmalerei geben soll. Auch das kleine Huldresheim-Museum hatte noch geschlossen. Habe ich die Anlage eben von außen angesehen und bin danach wieder Richtung Süden gefahren. Bin dann den Byklestigen gelaufen. Hier wurde erst in den 60-er Jahren eine Straße gebaut und davor führte ein abenteuerlicher Weg, eben der Byklestigen durch die Felsen. Die Geschichte des Setesdal finde ich recht interessant. Nach diesem kleinen Abstecher bin ich weiter nach Süden. In Valle wollte ich zur Touri-Info, die hatte aber wegen irgendeiner Veranstaltung geschlossen. Bin dann zum Weiler Berg hoch gefahren, um zu sehen wie viel Schnee es noch auf dem Svarvanuten hat, oder ob man die Tour dahin doch schon wagen kann. Es hatte mir dann aber doch zu viel Schnee und ich bin wieder zurück auf den RV9 und weiter südwärts.

In Rysstad wollte ich dann das Setesdal-Museet anschauen, aber auch dieses hatte noch geschlossen. Bin dann noch ein Stück weiter in den Süden gefahren, habe dann nach einer Weile wieder umgedreht, da ich ja in Valle wegen einer Wanderung noch übernachten wollte. Bin dann nochmals zur Touri-Info und dieses mal hatte sie auch offen. Habe mich ein wenig informiert und kaufte mir dort eine Wanderkarte. Dann bin ich den Kvernhusvegen-Rundweg in Valle gelaufen. Sehr schön, vor allem der Museumshof Tveitetunet. Hier scheint die Zeit noch total still zu stehen. Habe hier dann auch eine sehr lange Pause gemacht. Als ich wieder zurück in Richtung Valle gelaufen bin, habe ich mich dann nochmals irgendwo auf eine Bank gesetzt und die Sonne und die absolute Ruhe genossen. Plötzlich kam ein alter Mann des Weges und setzte sich neben mich auf die Bank. Es ist ja eigentlich so, dass ich schon ziemlich viel norwegisch verstehe, aber der alte Setesdal-Dialekt scheint nicht ganz so einfach zu sein. Ich verstand nicht viel, aber das störte den Mann überhaupt nicht. Ich glaube er erzählte mir davon wie es früher im Setesdal war. Wie man früher über die Heiane (Gebirge) in die benachbarten Regionen gelaufen ist, dass man die Otra reguliert hat und eben einiges über das Setesdal im allgemeinen, aber hauptsächlich von Bykle und Valle. Er zeigte mir dann noch extra seinen alten Kuhstall, in dem er heute Brennholz gelagert hat. Er erklärte mir dann noch wie man früher auf die Alpen zog u.s.w. Ehrlich gesagt verstand ich nicht mal die Hälfte, sondern musste mir das meiste durch seine Gesten und das was ich verstand zusammenreimen. Den alten Mann störte es aber überhaupt nicht, dass ich nur wenig verstand. Er redete in seinem breiten Dialekt genauso schnell, wie er es wahrscheinlich immer macht. Ich musste auch gar nichts sagen, sondern einfach nur zuhören. Er erzählte und erzählte … Auf jeden Fall war es das Erlebnis des Tages!

Habe mir dann auf dem Tveiten-Campingplatz eine Hytte für 2 Nächte gemietet.
Jetzt um 23 Uhr ist es immer noch total hell. Habe immer noch den seltsamen Klang von der Sprache des alten Mannes im Ohr.
150,7 km (Aust Agder)
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