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08.06.2005

Bedeckt, teilweise Sonne, warm, Nachmittags 19°C.

In der Früh wusste ich nicht so recht was ich machen sollte. Noch 2 Tage anhängen, Kongsberg anschauen, den Himingen besteigen, nach Rjukan fahren, nach Flateland fahren? Ich ging zur Campingplatzrezeption und wollte 2 Tage anhängen. Da stand dann dort, dass sie erst ab 14 Uhr geöffnet hat. Soll ich anrufen? Das wollte ich dann doch nicht. Also packte ich meine Sachen und fuhr in den Ort Notodden. Dort wollte ich mir eine Wanderkarte vom Lifjell besorgen. Ich fand dann auch gleich einen Buchladen und schaute mich um. Die Verkäuferin fragte mich gleich, ob sie mir helfen kann. Ja, das konnte sie, denn sie hatte eine Karte vom Lifjell da. Ging alles perfekt auf norwegisch! Ich mag die Gegend hier. Hier verstehe ich auch die meisten wenn sie norwegisch sprechen. Jetzt mit Karte ausgerüstet, entschloss ich mich den Himingen im Lifjell zu besteigen. Dort soll es ziemlich viele Trolle geben. Auf dem Himingen lebt der Troll Finn. Er soll hierher geflüchtet sein, nachdem er die Heddal Stabkirche gebaut hat. Er konnte anscheinend den Klang der Kirchenglocken nicht ertragen.

Auf einer Schotterstraße kann man dann auf einen Parkplatz am Ende des Gavlesjåvegen. Von dort führt eine schöne Tour auf den Gipfel des 1.066 m hohen Himingen. Interessant sind die ganzen Kristalle, die man hier überall im Felsen findet. Vom Gipfel hat man eine geniale Aussicht in die Telemark.

Oben angekommen habe ich dann erfahren, dass ich zum 4. Mal Onkel geworden bin. Alois, der Sohn von Otti und Michi. Mama und Kind sind wohlauf und in Immenstadt im Krankenhaus.

Auf dem Gipfel vom Himingen kommen anscheinend nicht so viele Menschen. Im Gipfelbuch stehen nicht alle Tage Namen drin. Das, obwohl die Tour sehr gut ausgeschildert ist und der Gipfel schnell zu erreichen ist. Wieso der aber im Rother Wanderführer schreibt, dass man schwindelfrei sollte ist mir ein Rätsel?

Nach einer ziemlich langen Pause am Gipfel bin ich wieder die gleiche Route abgestiegen. Eigentlich wollte ich zuerst die ausgedehnte Tour um den Gavlesjå und auf das Rognifjellet machen, aber ich war irgendwie zu müde. Bin also wieder zum Auto zurück und habe nochmals die Reiseführer gewälzt. Wohin soll ich jetzt? Nochmals in Notodden übernachten, die Heddal Stabkirche anschauen, oder Kongsberg anschauen? Direkt nach Flateland, oder über das Drangedal? Oder nach Rjukan? Mir ist dann eingefallen, dass ich irgendwann mal gelesen habe, dass es nach Rjukan ein Museum gibt, das mich interessieren würde. Also habe ich mich dann entschlossen über den RV37 nach Rjukan zu fahren. Irgendwo auf der Strecke, am schönen Tinnsjø machte ich dann Mittagspause. Vor Rjukan hat man dann einen genialen Blick auf den Gaustatoppen, den höchsten Berg in der Telemark. Schade, dass es noch so viel Schnee hat, ansonsten hätte ich die Tour auf den Gipfel in Angriff genommen.

Rjukan scheint ein recht geschäftiger Ort zu sein. Habe dort dann noch eingekauft und beschlossen zum Tinnsjø zurück zu fahren, da es dort einen schönen Campingplatz geben sollte. Das war dann zwar weiter zu fahren, wie ich gedacht habe, aber es hat sich dann wirklich ausgezahlt. An der Campingplatzrezeption war dann leider mal wieder niemand da. Stand nur eine Telefonnummer da. Ich habe zwar eine Weile gezögert, aber es dann doch gewagt dort anzurufen. Ging dann auch alles sehr gut auf norwegisch. Der Campingplatzbesitzer hat mich dann auch noch ein wenig ausgefragt, wieso ich norwegisch spreche, wie oft ich schon im Land war u.s.w. War richtig nett. Habe mir dann wieder eine Hytte genommen. Es ist bisher mit Abstand die beste. Der Platz hat auch tolle und vor allem sehr saubere Sanitäranlagen. Nach Kochen und Duschen habe ich noch einen kleinen Spaziergang in den Ort gemacht. Danach habe ich mich noch auf die Bank am See gehockt und bin meinen Gedanken nachgegangen.

138,3 km (Telemark)

 

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