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05.06.2005

Das Wetter war durchwachsen. Bedeckt und teilweise Regen.

Bin im Laufe des Vormittags bei mir daheim in Bödmen gestartet. Habe das Auto (Opel Zafira) von meinem Bruder bekommen. Das Fahren hat ganz gut funktioniert, auch wenn auf der A7 sehr viele Baustellen waren und ich einmal ein wenig im Stau stand und 2 mal der Verkehr recht stockend war. Ich bin dann bis nach Puttgarden gekommen und habe beschlossen dort auf den Campingplatz zu gehen. Morgen möchte ich weiter bis nach Norge fahren. Habe dann mein Zelt aufgestellt und bin noch ein wenig an der Ostsee entlang spazieren gegangen. Es war sehr windig.  

983,5 km (Österreich/Deutschland)

            Ostsee/Puttgarden

 

06.06.2005

Vor allem in der Nacht war es sehr windig. Während der Fahrt meistens bedeckt, manchmal ist aber auch die Sonne heraus gekommen. Zwischendurch mal ein kleiner Schauer.

Ich konnte nur sehr schlecht schlafen. Ich glaube es lag am stürmischen Wind, oder vielleicht weil ich es einfach nicht mehr gewohnt bin im Zelt zu schlafen. Da ich dann in der Früh sowieso nicht mehr schlafen konnte bin ich aufgestanden, habe zusammen gepackt und war bereits um Punkt 7 Uhr abreisebereit. Eigentlich nicht gerade meine Uhrzeit, aber was soll man schon im Zelt machen, wenn man nicht schlafen kann. Ich bin dann gleich zum Fähranleger gefahren, der ja nicht weit entfernt war und ich konnte gleich auf die Fähre auffahren und wenige Minuten später hat sie auch schon abgelegt. Glück muss man haben. Nach einer dreiviertel Stunde konnte ich dann in Rødby wieder auf das Festland. Durch Dänemark war es dann gemütlich zu fahren. Nur bei Kopenhagen war dann ziemlich viel Verkehr. In Helsingør konnte ich dann wieder auf die Fähre und nach einer viertel Stunde war ich in Helsingborg und in Schweden. Dann ist es ja eigentlich nicht schwer, einfach auf der E6 in Richtung Norden. In Göteborg habe ich allerdings einmal kurz nicht aufgepasst und schon war ich auf der falschen Spur. Bin dann aber mit einem kleinen Umweg gut wieder auf die E6 gekommen.

Die norwegischen Zöllner haben mich dann auch noch richtig gefilzt. Dem Zöllner passte irgendwie überhaupt nicht, dass ich kein konkretes Ziel habe. Vielleicht habe ich aber auch nur nervös gewirkt, weil ich seit langer Zeit mal wieder englisch sprechen musste. Mein Englisch ist leider wirklich beschissen. Er hat dann das ganze Auto durchsucht und mich immer wieder gefragt was ich mache und wohin ich will. Irgendwann hat er es aber doch aufgegeben und mich weiterfahren lassen.

Ich war dann schon ziemlich müde und bin noch bis nach Moss gefahren. Dort habe ich mir dann erst mal norwegische Kronen aus der Minibank geholt und in meinen 3 Lieblings-Norwegen-Reiseführer nachgeschaut, wo es hier in der Gegend einen günstigen und gemütlichen Campingplatz gibt. Bin dann mit der Fähre noch von Moss nach Horten übergesetzt und etwas südlich von Horten, nämlich in Borre, habe ich mir auf dem Borre Familie Camping eine Hütte gemietet. Der Campingplatz liegt wirklich genial, direkt am Oslo-Fjord. Bin dann ein wenig am Strand entlang. Hier gibt es sogar einen Sandstrand mit Bademöglichkeit und einem kleinen Hafen. Ich habe mir noch gedacht, dass das Wasser noch etwas kalt ist zum Baden. Doch ehe ich mich umschaute, hupften auch schon 3 Kinder darin herum. Aber nicht nur rein und raus, die planschten da mindestens eine viertel Stunde drin und hatte ihre größte Gaudi. Tja, indem Fall war es doch nicht so kalt. Die lieben Norweger mal wieder. Genau so mag ich sie!

Ich habe mir dann noch etwas gekocht und bin danach nochmals am Strand entlang gelaufen. Durch Zufall bin ich dann in den Borre-Nasjonalpark gestürfelt. Hier ist das größte Wikinger-Königsgräberfeld. Man sieht dann auch wirklich ziemlich viele Grabhügel. 

Jetzt um 22:10 Uhr erscheint alles in einem hellen Abendrot. Wunderschön.

687,8 km (Deutschland/Dänemark/Schweden/Østfold/Vestfold)

in Borre, das Wasser ist ideal zum Baden!!!

 

Übersicht Norwegenreise 2005 3. Tag