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17.09.2002

Meistens bedeckt. Ab und zu ist mal die Sonne heraus gekommen und zwischendurch hat es mal leicht geregnet.

Von Ålesund fuhren wir zunächst bei Blindheim vorbei auf die Straße 60 bis Magerholm. Dort ging es mit der Autofähre nach Ørsneset und dann die Straße 60 weiter am Sykkylsfjorden entlang. Hier faszinierten gleich mal die bizarren Felsformationen links und rechts der Straße. Auf der rechten Seite konnte man ein paar kleine Gletscher, die wohl zum Blåbretinden und Hjelledalstindane gehören, erkennen. 

Nach dem Velledal ging es aufwärts in eine beeindruckende Landschaft in den Sunnmørsalpen. Um so höher es ging um so mehr änderte sich natürlich die Vegetation und die gold-gelb-braunen Herbstfarben traten wieder auf. Schön war auch die Fahrt hinunter nach Stranda und der Blick auf den Storfjord. Das sollte aber heute nicht der letzte Höhepunkt werden. Die Fahrt von Stranda in das Strandadalen gefiel mir mindestens genau so gut, wenn nicht noch besser. Am Ende wird das Tal immer enger und wird schließlich ganz von Bergen abgeschlossen. Durch einen 3,1 km langen Tunnel kommt man dann aber doch weiter. Am Schluss des Tunnels, aber immer noch innerhalb, kommt dann eine ewig lange Rechtskurve und nach ein paar hundert Metern war man dann wieder draußen. Gleich danach eröffnet sich eine imposante Aussicht auf den Sunnylvsfjord und den Geirangerfjord, der hier abzweigt. Nach ein paar Erinnerungsfotos von einem Aussichtspunkt fuhren wir hinunter nach Hellesylt. 

Da wir noch eine Stunde Zeit bis zur nächsten Fährüberfahrt nach Geiranger hatten, kauften wir in dem Ort noch ein wenig ein. Als wir noch etwas unschlüssig mit dem Auto herumstanden, da wir nicht genau wussten ob man schon auf die Fähre fahren darf oder nicht kam plötzlich eine ältere Frau auf uns zu. Sie fragte uns in deutsch ob wir aus Österreich kommen. Sie ist in der Steiermark geboren und 1953 nach Schweden ausgewandert und hat dort dann geheiratet. Am heutigen Tag war sie mit einer schwedischen Reisegruppe unterwegs und war sichtlich begeistert, dass sie jemand aus ihrem ursprünglichen Heimatland getroffen hat.
Auf der Fähre ging es ziemlich gemütlich zu. Nur 2 Pkw`s, ein Reisebus aus Spanien, eine kleine schwedische Reisegesellschaft und ein paar einzelne Individualreisende waren an Bord. An Deck ging ein ziemlich kalter Wind und wir sind nach einer Weile wieder unter Dach. Wir verdrückten eines der angepriesenen smørbrød welches mit Schinken und Käse belegt war. Für ein paar Fotos begab ich mich dann doch noch ab und zu ans Deck. In Geiranger angekommen fuhren wir zunächst ein Stück den Ørneveg (Adlerweg) hoch. Am dortigen Aussichtspunkt konnten wir gerade beobachten wie ein „Luxusdampfer“ einfuhr. Später sahen wir dass es die Trollfjord war. 

Nach so viel Natur wollten wir auch noch etwas Kultur genießen. Wir besichtigten das erst im Juni 2002 neu eröffnete Norsk Fjordsenter. An der Info war ein hochmotivierter junger Mann. Wir konnten uns ein wenig mit ihm auf norwegisch unterhalten und es klappte auch ganz gut. Das Fjordsenter ist auf jeden Fall einen Besuch wert (www.fjordsenter.info). Die Dia-Slideshow sollte man auf keinen Fall verpassen. Auf die Dalsnibba mussten wir heute nicht fahren, da oben alles im Nebel war und es z.T. leicht regnete. Weiter ging es auf dem RV 15 durch das Breiddal, Billingsdal und Ottadal bis nach Lom. Dort fanden wir in Furulund eine günstige und tolle Hytte mit Dusche, WC und TV. Der Besitzer der „Hüttenvermietung“ war sehr nett und ich finde hier bekommt man echt zu einem fairen Preis eine tolle saubere Hütte. Furulund kann ich auf jeden Fall empfehlen !
Am Abend machte ich noch eine kleine Trainingseinheit.

203,3 km, Møre og Romsdal, Oppland

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