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16.09.2002

Meistens Regen und z.T. bedeckt.

In der Nacht prasselt es plötzlich auf das Zeltdach. Ist ja klar, kaum haben wir mal ein Zelt aufgestellt muss es natürlich regnen. Nass werden wir aber zum Glück trotzdem nicht, da ich wenigstens ein gutes Zelt habe. Da es in der Nacht und in der Früh ziemlich laut war sind wir sehr früh aufgestanden. Es regnete zum Glück gerade nicht und wir konnten gemütlich das Zelt zusammenpacken. Es war immer noch niemand herum, bei dem wir den Zeltplatz bezahlen konnten. Da es aber schon kurz nach 8 Uhr war und wir eigentlich weiter wollten warfen wir das Geld in den Briefkasten, in den man ansonsten den Schlüssel von den Hütten hineinwirft. Ich hoffe mal das geht auch so in Ordnung. Auf der E6 sind wir dann bis nach Dombås und von dort auf die E136 gefahren. Da es meistens regnet bleiben wir bis auf einen kurzen Halt nirgends stehen. Man kann aber tolle Herbstfarben erkennen. Durch das wilde und schmale Romsdal imponieren die riesigen Wasserfälle die von den senkrechten Felswänden niederstürzen. Am Trollveggen (Trollwand, für Kletterer eine Big Wall und eine riesige Herausforderung) fahren wir auch vorbei, da man außer Nebelschwaden nichts sieht. Bei Åndalsnes haben wir noch überlegt ob wir in das Norsk Tindmuseum (Norwegische Gipfelmuseum) gehen, sind dann aber doch weitergefahren. Nach Åndalsnes kam auf der E136 gleich mal ein 6.542 m langer Tunnel (Innfjordtunnelen). Danach ging es am Innfjorden, Romsdalsfjorden und Tresfjorden entlang. In Vikebukt machten wir noch einen kleinen Einkaufsstopp und am Rastplatz bei Nysætra machten wir dann Mittagspause. Da es aber immer noch regnete hielten wir diese im Auto ab. Danach ging die Fahrt direkt weiter bis nach Ålesund. Es ist interessant wie an den Fjorden unten noch alles grün ist und der Herbst erst langsam Einzug hält, während in den höheren Lagen alles schon gelb-braun ist. In Ålesund parkten wir in einem Parkhaus und marschierten erst mal zur Touri-Information. Nachdem ich dort ein paar Karten kaufte und auf norwegisch nach Briefmarken fragte wunderte sich die Frau am Schalter dass ich norwegisch sprach. Wir haben vorher deutsch miteinander gesprochen und die Frau hat das gehört. Sie fragte mich ob ich in Norwegen wohne und wunderte sich dass ich norwegisch verstehe obwohl ich in Österreich wohne. Ich erklärte ihr dann dass ich nur ein bisschen kann, aber es war ganz nett sich mit ihr zu unterhalten. Dieses Mal habe ich aber auch wirklich alles verstanden und ich war darauf schon etwas stolz. Danach besichtigten wir das Ålesund-Museum. Ein nett eingerichtetes Museum, das ich sehenswert finde. Es hat mich auch ein wenig an meine eigene Arbeitsstelle in unserem Museum daheim erinnert. Hier aber auch aus anderen bisher besichtigten Museen konnte ich einige Ideen mitnehmen. Wenn ich in unserem Heimatmuseum nur nicht so einen Platzmangel hätte.

Nach dem Museumsbesuch fragten wir im Vandrerhjem (Jugendherberge) ob noch Betten frei sind. Es war allerdings schon voll ausgebucht. Hier sollte man auf jeden Fall vorbestellen. Wir entschieden uns dann dafür auf dem Prinsen Strandcamping etwas außerhalb von Ålesund eine Hytte zu mieten. Vorher liefen wir aber noch die 418 Stufen auf den Aussichtsberg Aksla hinauf. Von dort oben hat man wirklich eine herrliche Aussicht auf die Jugendstilstadt, das Schärengewirr und die Sunnmørs-Alpen. Wir hatten auch noch das Glück, dass es während dieses Spazierganges gerade nicht regnete. Der Prinsen-Strandcamping war dann auch ohne Probleme zu finden und wir bekamen eine schöne kleine Hytte. Der Campingplatz ist auf jeden Fall zu empfehlen. Erstens liegt er sehr schön in einer geschützten Bucht des Borgundfjords u. zweitens sind die Sanitäreinrichtungen sehr sauber.

289,6 km, Oppland, Møre og Romsdal

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