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15.09.2002

Schönes Wetter. Am Abend hat es zugezogen.


Heute dauerte es etwas länger bis wir aus den Federn kamen. Bis wir alles gepackt hatten war es schon fast 11 Uhr. Auf der E6 fuhren wir zunächst bis nach Ringebu. Dort wollten wir die Stabkirche anschauen. Diese hat im September allerdings schon geschlossen, also mussten wir uns mit dem Anblick von draußen begnügen.

Eigentlich gibt es an der E6 mehr Sehenswürdigkeiten als ich dachte. Vom Norsk Vegmuseum, dem Hunderfossen-Familienpark, Lilleputthammer und der Welt von Peer-Gynt wusste ich ja schon. Dass es in der Nähe vom Hunderfossen-Familienpark Felsgravuren, bei Hundorp Grabhügen, Bautasteine und eine Thingstätte zu sehen gibt war mir neu. Da wir heute noch eine kleine Wanderung geplant hatten fuhren wir an sämtlichen Sehenswürdigkeiten vorbei und bogen in Kvam in Richtung Kvamsfjellet ab und fuhren bis zum Parkplatz unterhalb vom Hotel Rondablikk. Hier hatten wir bereits einen fantastischen Blick zu den Bergen in Rondane. Wir machten eine kleine Tour rund um den Furusjøen, welche in dem Buch „Wanderungen in Norwegen“ von Peter Mertz unter Tour 15 zu finden ist. Die Tour dauert ca. 4 Stunden. Am Anfang und am Schluss ist es trotz Karte (Turkart 2421 Høvringen-Kvamsfjellet, 1 : 50 000) etwas schwierig sich zu orientieren. Es führen so viele Fahrwege, kleine Wege und Pfade ineinander, dass man sich nicht immer sicher ist ob das der richtige Weg ist. Irgendwie kamen wir aber auf die richtige Spur und konnten einen wunderschönen kaum anstrengenden Tag geniessen. Am Ende der Tour trafen wir noch ein norwegisches Paar mit dem wir uns kurz unterhielten. Dieses mal in Deutsch, weil ich das norwegisch nicht ganz verstehen konnte. Das ist wirklich ein auf und ab mit dem norwegisch verstehen. Mal verstehe ich fast alles und ein andermal fast nichts.

Nach der Tour fuhren wir dann noch bis nach Otta und stellten auf dem Campingplatz Øya unser Zelt auf. Diesen Platz kann ich allerdings nicht empfehlen. Hier war es ziemlich die ganze Nacht, durch viele Autos an der E6 und das Industriegelände, ziemlich laut. Außerdem war er nicht sehr gepflegt. Er hatte allerdings wohl auch nicht mehr so richtig offen, denn es war niemand da. Ich denke der andere Campingplatz Otta Turistsenter ist sicher mehr zu empfehlen. Nach dem Zeltaufbau fuhren wir nochmals ins Ortszentrum und bekamen in der Pizzeria richtig große Pizzen serviert. Dort war es sehr gut. Ich weiß zwar nicht wie die Pizzeria genau heißt, aber es stand auch nur Restaurant und Pizzeria am Haus. Auf jeden Fall kann man dort zum Essen gehen, ohne dass der Geldbeutel danach leer ist. Spannend fand ich auch mit welchen Soßen, Gewürzen u.s.w. sich die Norweger ihre Pizzen verfeinern. Danach ging es wieder auf den Zeltplatz und inzwischen hat sich noch ein Zelt von zwei Wanderern dazugesellt. Ansonsten war immer noch weit und breit niemand zu sehen. Da es bereits dunkel war verkrochen wir uns gleich ins Zelt und legten uns Schlafen.
155,9 km, Oppland


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