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18.03.2003

Schönes Wetter und warm.

Nach dem Frühstück ging es zum Wachsen und gleich mal in die Spur. Zunächst 2 km sehr steil bergauf bis zum Birkebeiner-Stadion. Von dort lief ich dann auf der Birkebeiner-Løypa in Richtung Sjusjøen. Unterwegs traf ich einen älteren Norweger, der mich fragte ob ich beim „Birkebeiner-Trening“ bin und nach Sjusjøen laufe. Ich musste mich ganz schön anstrengen dass ich ihn verstand, aber es klappte dann doch noch ganz gut. Leider wusste ich nicht so richtig was ich sagen sollte und wir liefen bald wieder unseren eigenen Weg. Es dauert einfach noch zu lange bis ich weiß wie ich etwas auf norwegisch sagen soll. Es fehlen mir wie gesagt einfach noch zu viele Wörter.
Da ich einen ziemlich glatten Ski hatte blieb ich mal auf der Strecke stehen und wachste die Ski nach. Der ältere Norweger holte mich wieder ein und wir unterhielten uns ein wenig über das Wachs. Er gab mir auch noch einen wirklich guten Tipp mit auf den Weg und bog dann auf die Inga-Låmi Loipe ab. Mein Weg führte mich weiter nach Sjusjøen. In Sjusjøen schaute ich noch beim Rimi-Laden vorbei und kaufte ein wenig ein. War ganz günstig dass sie da auch einen Wachsentferner hatten, denn diesen konnte ich nicht mit auf den Flug nehmen, da er entflammbar ist. Ich kam mir da schon ein wenig heimisch vor. Im Laden kannte ich noch die Verkäufer von meiner Reise aus 2001 und auch sonst wusste ich noch wo es überall hinging. Direkt am See lief ich dann bis zur Abzweigung wo man nach Rømåsen, ins Leindalen und auf den Nattrudstilen kommt. Plötzlich kamen sie wieder. Ein ganzes Rudel Kinder mit zwei Lehrern. Eine andere Gruppe Kinder hatte bereits Stellung etwas weiter weg bezogen und das Feuer brannte schon. Ich wollte ein Bild machen als die Gruppe Kinder mir entgegen kam, doch meine Kamera lag natürlich zuunterst im Rucksack und bis ich sie gefunden habe war die Gruppe hinter den Bäumen verschwunden. Es war wie vor zwei Jahren. Damals tummelten sich auch genau hier in diesem Umkreis die ganzen Kinder herum. „Ob das wohl ihre Schule ist, hier im Freien ?“ ;-)

Einen kurzen Moment überlegte ich noch ob ich nicht auf den Nattrudstilen, wo man eine schöne Aussicht hat und danach noch an der Hytte in der wir vor zwei Jahren wohnten vorbei laufen sollte. Da ich aber eigentlich die Strecke vom Birkebeiner-Rennen bis zum Midtfjell anschauen wollte lief ich doch wieder auf die Birkebeiner-Løypa. Auf der langen Ebene die mal leicht steigend mal leicht fallend ist war der Schnee noch eher pulvrig. Das bereitete mir dann doch leichtes Kopfzerbrechen. Falls am Renntag solches Wetter herrscht, soll ich dann eher darauf eingehen dass ich über das Fjell etwas langsamere Ski habe, oder das Risiko eingehen am Anfang und Schluss eher glatte Ski zu haben? Falls ich ein Internet-Cafe oder so etwas ähnliches finde werde ich mal sehen was der Swix „Smørservice“ sagt. 

Am Midtfjell machte ich dann Mittagspause. Danach ging es wieder zurück auf der langen Ebene nach Sjusjøen. Ich hoffe dass ich beim Rennen physisch und psychisch gut genug drauf bin um diese zu überstehen. Wenn ich noch genug drauf habe müsste diese inzwischen auch bei mir im Doppelstockschub gehen. In den Abfahrten nach Lillehammer waren es dann z.T. richtig schön schnell. Zumindest dort wo die Sonne wegen dem Wald noch nicht so richtig durchkam. Ansonsten war es oft neben der Spur schneller. Natürlich war mein Wachs schon wieder herunten, so dass die Ski für die kleinen Anstiege zu glatt waren. Aber ich kam überall im Doppelstockschub hoch. Es scheint sich langsam doch auszuzahlen, dass ich an dieser Technik einiges gearbeitet habe. Meine Paradetechnik wird es aber wohl trotzdem nie werden. Wenn der Ski passt sind das nach wie vor steile Anstiege und wilde Abfahrten. Ein glatter Ski wäre von Sjusjøen bis zum Birkebeiner-Stadion fast ziemlich egal, wenn da nicht dieser etwas langgezogene Anstieg ca. 2 km vor dem Ziel wäre. Da komme ich wahrscheinlich kaum mit „staking“ durch. Ich glaube da kann man glatt kurz vor dem Ziel noch „blau“ gehen. Aber lassen wir uns überraschen was beim Rennen passiert. Die tollste Abfahrt wartete dann noch vom Birkebeiner-Stadion hinunter zum Ersgård-Gjestehus auf mich. Die gleicht eigentlich eher einer Alpinpiste wie einer Langlaufloipe. Also richtig genial und das Tempo war sehr schön hoch!!! Nach den ca. 45 km klassisch war ich dann ziemlich müde und es stand eine längere Ruhepause an der Tagesordnung. Ich weiß nicht aber ich habe das Gefühl dass ich nicht mehr in Form bin. Ich fühle mich einfach beim Laufen sehr müde. Die Saison ist wohl dieses mal zu lang für mich? Hoffentlich geht das beim Rennen gut.

Viel machte ich an diesem Tag dann nicht mehr. Ich sah mir die Highlights von der „Skikytter-VM i Sibir“ (Biathlon-WM) im Fernsehen an. Beim Interview war mir Gunn-Margit Andreassen aus Norge sehr sympathisch. Sonst wachste ich nur noch meine Ski, habe ein wenig gelesen und verpasste natürlich das Abendessen nicht.

weiter zum nächsten Tag

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