Sportübersicht

 

 

Ski-Trail Tannheimertal-Bad Hindelang
(25 km klassisch)

 

28.01.2006             

In der Früh von daheim nach Tannheim zum Ski-Trail gefahren. In Sonthofen habe ich noch Sabrina Schairer mitgenommen. Sehr spannend war, dass ich auf Grund des Ergebnisses aus dem Vorjahr die Startnummer 3 bekam. Eigentlich war es mir nicht ganz wohl dabei, weil ich von der Form des Vorjahres noch ein gutes Stück entfernt bin. Es war aber lustig, da Berni und Robert Berchtold, welche ich auf dem Klo traf immer wieder auf die Tüte schauten und ungläubig auf meine Startnummer 3 stierten. Berni hat es dann so lange beschäftigt, bis er mich im Ziel dann doch noch gefragt hat, wie ich zu so einer guten Startnummer komme.

Danach lief alles erst mal wie gewohnt. Ski testen und Freude über die einfachen Wachsverhältnisse. Etwas Sorgen machte mir zwar der angekündigte Föhn und die damit einbrechende Wärme. Da es aber noch nicht danach aussah wurde der Ski einfach mit blauem Hartwachs gewachst.

Beim Einlaufen merkte ich allerdings dass ich mich etwas müde fühlte. Da habe ich mir aber noch gedacht, das ist gar nicht so schlecht, dann läuft es nachher im Rennen um so besser. Stutzig machte mich dann plötzlich, dass die Strecke gleich nach dem ersten Anstieg anders verlief wie in den letzten Jahren. Vorher hatte ich noch Sabrina groß und breit erzählt wie die Strecke verläuft. Der Ansager erzählte dann gerade den Streckenverlauf und ich habe mir nur gedacht, dass man also doch immer vorher mal das Streckenprofil ansehen sollte. Aber das war jetzt auch schon egal und ich war schon gespannt auf die „neue“ Strecke.

Beim Start stand ich natürlich aufgrund meiner Startnummer ziemlich weit vorne. Gleich nach dem Startschuss merkte ich schon dass es mir sehr schwer fiel Tempo aufzunehmen. Alles war schwer und als mich gleich am Anfang so viele überholten habe ich mir gedacht, dass ich wohl doch noch viel weiter von meiner vorjährigen Form entfernt bin wie eigentlich angenommen. Mein Ski war dann leider auch nicht der allerschnellste. Gut, dann laufe ich eben erst mal mein Tempo und vielleicht geht ja noch etwas, wenn die Anstiege kommen. Bei den ersten Anstiegen konnte ich dann auch wieder etwas Boden gut machen. Allerdings wurde es immer wärmer und ich bekam zu allem auch noch Kopfweh. Leider bin ich sehr wetterfühlig und wenn Föhn einsetzt ist das für mich sehr problematisch. Nach der steilen Abfahrt nach Unterjoch merkte ich schon, dass mein Ski glatter und glatter wurde. Kopfweh und ein glatter Ski sind nicht gerade die besten Voraussetzungen für ein Langlaufrennen. Nach den ersten paar kleinen Anstiegen nach Unterjoch wollte ich dann eigentlich auch aufhören, da überhaupt nichts zusammen ging.

Da ich ja wieder irgendwie nach Tannheim kommen musste, bin ich dann aber doch weitergelaufen. Ich hatte dann aber einen totalen Hungerast und es kam leider keine Verpflegungsstelle. Bis die kam, war ich schon total blau. Nach ein paar Bechern bin ich dann dort aber trotzdem weitergelaufen. Als ich in Schattwald dann über die Straße laufen musste, habe ich mir überlegt abzuschnallen und nach Tannheim Autostopp zu machen. Ich glaube ich bin dann nur weitergelaufen, weil dort ein paar Leute rumstanden. Außerdem waren es ja nur noch ein „paar“ Kilometer nach Tannheim. Als dann aber ein ziemlich langer Anstieg kam, mit dem ich nicht gerechnet habe, stellte ich die ganze Aktion sehr in Frage. Ich bin nämlich nur noch rumspaziert. Es war wirklich spaziert, aber irgendetwas hat mich weitergetrieben. Ich glaube fast jeder andere Läufer hätte aufgegeben, aber ich weiß nicht was mich immer weitertreibt? Ich mag irgendwie nicht aufgeben, auch wenn es noch so beschissen lauft. Das schlimmste kam aber noch, als man beim Ziel vorbei laufen musste und noch mal eine Schleife mit Anstieg zurückzulegen hatte. Da habe ich mir wieder überlegt, einfach abzubiegen und alles hinzuwerfen. Ich bin dann die Schleife doch noch gelaufen und sogar irgendwie ins Ziel gekommen. Sabrina hat nur gemeint, sie wollte mich eigentlich noch anfeuern, aber als sie gesehen hat wie ich gelaufen bin (spaziert!) hätte sie es lieber sein lassen, weil ich ihr sonst vielleicht einen Stock übergezogen hätte. Dann war das Kapitel auch gegessen und am Ende wurde ich mit einer Zeit von 1:46:20 88. und 23. in meiner Altersklasse. Ziemlich enttäuschend das Ganze. Ich schiebe aber mal den Großteil auf den Wetterumschwung und meine daraus resultierende körperliche Verfassung.

Sabrina wurde übrigens 3. bei den Damen und gewann ihre Altersklasse!

  

      

 

Sportübersicht