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02.02.2003
z.T. Schneefall, bedeckt
In der Früh mit Klaus Strohmeier über Oberjoch, Reuthe, Plansee nach
Ettal.gefahren. Auf dem Programm stand der König-Ludwig-Lauf. Ursprünglich
wollte ich die lange Strecke laufen, da ich aber noch keinen nennenswerten
Wettkampf in den Beinen hatte entschied ich mich dann doch für die kurze
Strecke. Klausi überlegte sich noch bei der ganzen Hinfahrt ob er überhaupt
mitlaufen soll, da er noch ziemlich verkühlt war.
Um kurz vor 12 Uhr waren wir dann endlich in Ettal und ich holte meine
Startnummer ab. Klaus meldete sich dann glatt auch noch an. Schnell die Ski
gewachst. Zunächst probierte ich es mit blau extra, was aber zu glatt war, also
noch violett spezial drauf und der Ski war in Ordnung.
Klaus vertraute mir blind und testete nicht mal mehr den Ski, obwohl es nicht
sein eigener war. Den Kleidersack noch abgegeben und dann war es schon fast so
weit. Da wir relativ spät in das Startgelände „latschten“ hatten wir nicht
gerade einen tollen Startplatz d.h. wir standen relativ weit hinten.
Punkt 13 Uhr fiel der Startschuss und vor mir stiefelten sie ziemlich gemächlich
an. Die Spuren links und rechts waren alle belegt. Ich überlege mir kurz was
ich denn jetzt machen soll und schon bin ich zwischen den Spuren u. schaue dass
ich nach vorne komme. Links, rechts, rechts, links es folgte ein regelrechter
Slalom so dass ich ein Stück nach vorne komme. Zum Glück geht es gleich am
Anfang relativ viel bergauf. Da kann ich Boden gut machen u. es gibt langsam
aber sicher mehr Platz. Bis zum höchsten Punkt ich glaube bei so 7 km konnte
ich dann doch relativ weit nach vorne laufen. Mein Ski war vor allem im Stieg
perfekt und auch in der Abfahrt waren die Ski der anderen die in meiner Gegend
rumliefen auch nicht schneller. Nach einer etwas steileren Abfahrt begann dann
das „Doppelstockgekeule“. Bekanntlich alles andere wie meine Stärke. Lange
Zeit waren wir eine Gruppe von etwas mehr wie 10 Leuten. Ich war ganz am Ende
und hatte meistens Mühe zum dran bleiben, aber es ging einigermaßen. Plötzlich
riss zwei Leute vor mir einer ab und es entstand eine kleine Lücke. Zum Glück
merkte ich es früh genug und ich konnte die Lücke nochmals schließen.
Irgendwann musste aber auch ich abreißen lassen und lief lange Zeit ein
einsames Rennen. Irgendwann konnte ich dann noch einen einholen der ebenfalls
aus der Gruppe abreißen lassen musste. Dafür kamen ein paar km vor dem Ziel
ein paar Läufer bedrohlich näher. Bei km 17 oder 18 waren sie dann hinter mir.
Irgendwie überholten sie mich aber nicht und ich blieb immer vorne u. konnte
zwischenzeitlich sogar wieder eine Lücke laufen. So knapp einen km vor dem Ziel
überholte mich dann doch noch einer. Ich konnte aber dran bleiben. Eigentlich
dachte ich es kommen noch 3 km weil ich irgendwie im Hinterkopf 25 km hatte,
doch da war dann plötzlich das 200 m zum Ziel Schild und es gab nur noch
Vollgas. Den einen Läufer konnte ich leider nicht mehr einholen. Die etwas jüngeren
sind wohl noch spritziger für so einen Zielsprint. Ich war auf jeden Fall sehr
zufrieden mit der Leistung und ich glaube ich habe schon sehr sehr lange kein
solch guten Wettkampf mehr im Langlauf gezeigt. In der Gesamtwertung wurde ich
31. und in meiner Altersklasse 3. (Zeit: 1:11:56,3). Mit diesem Ergebnis kann
ich nächstes Jahr aus der ersten Reihe starten.
Fazit: Das ist eigentlich überhaupt keine Strecke für mich, da man mit
Sicherheit über 10 km nur Doppelstock läuft u. dies eine ziemliche Schwäche
von mir ist. Daher freut mich das Ergebnis um so mehr. Auf jeden Fall werde ich
weiter daran arbeiten und vor allem noch mehr in das Arm-Krafttraining
investieren. Klausi wurde mit der Zeit von 1:38:37,9 138.

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