Sportübersicht

Bilder

 

Jizerska Padesatka (Tschechien)
(50 km klassisch)

 

09.01.2005             

Um fünf Uhr in der Früh begann für Matthias Winkler und mich bereits der Tag. Alles für das 50 km Rennen vorbereiten und Essen und Trinken. Um 6 Uhr sind wir dann nach Bedrichov losgefahren. Nach einer halben Stunde sind wir dort dann auch angekommen. Blöderweise hatten wir am Vortag in Liberec vergessen uns eine Parkkarte zu holen. Am Anfang dachten wir schon, dass uns die Parkplatzeinweiser einfach stehen lassen. Zum Glück haben Sie sich dann aber doch um einen Parkplatz für uns bemüht. Während Matthias dann das Auto geparkt hat, bin ich schon am Swix Wachsservice Stand angestanden. Dort ging aber erst mal auch nichts vorwärts, da erst mal das Licht ausgefallen ist. Es hat dann aber zum Glück doch alles gut geklappt und wir sind noch einmal zum Auto gelaufen und haben alles für das Rennen (Kleidersack, u.s.w.) vorbereitet. Dann ging es endlich ein Stück auf die Strecke zum Ski testen. Die waren zum Glück ganz in Ordnung. Dann waren wir sowieso schon knapp dran und wir begaben uns in das Starterfeld. Zum Glück durften wir im ersten Startblock stehen. Da waren aber auch schon an die 500 Läufer und wir leider ziemlich weit hinten.
Der Startschuss viel dann auch noch einiges früher, doch das war nicht so dramatisch, weil wir sowieso erst mal mehr oder weniger standen, da es vor dem ersten Anstieg über eine Brücke ging und sowieso dann nur mehr drei Spuren vorhanden waren. Ich lief einfach hinter Matthias her und konzentrierte mich darauf, dass mir kein Stock brach. Das war gar nicht immer so einfach, da sich immer wieder mal vor, neben, hinter einem jemand verhakte. Nach den ersten 2 Kilometern wurde es etwas ruhiger, aber man kam nicht wirklich nach vorne, wenn man nicht sinnlos Kraft vergeuden wollte. Ich war dann mal eine Weile vor Matthias und dann war er ein gutes Stück vor mir. Das Tempo bis Kilometer 10 war noch nicht besonders hoch, da man sowieso nicht richtig vorbei kam. Schade eigentlich, da dort wunderschöne lang gezogene Anstiege warteten. Etwas, das ich ganz besonders mag. Zum Glück war der Anstieg noch länger und ich bin dann auch ein gutes Stück von Matthias weggekommen. Zumindest habe ich Ihn nicht mehr gesehen. In den langen Doppelstockpassagen fand ich dann eine gute Gruppe, mit der ich mitlaufen konnte. Sie hatten zwar ein wenig die schnelleren Ski, aber ich konnte mich ganz gut im Windschatten aufhalten. 

Mit der Nummer 189 konnte ich dann fast 20 km gemeinsam laufen. Das war ganz angenehm. In der langen Abfahrt vor der Smedavou überholte mich plötzlich wieder Matthias und er hatte dann leider Pech in einer Linkskurve und ist gestürzt. Ich bin gerade noch dran vorbei gekommen. Wir waren dann noch mal eine Weile gemeinsam unterwegs, doch konnte ich im Anstieg bei der Smedavou noch mal von ihm weglaufen. Dort war dann der Ski leider schon ziemlich glatt und ich habe da wahrscheinlich etwas viel Kraft liegen gelassen. Bei ca. 38 km hat mich Matthias dann überholt und er machte noch einen ziemlich guten Eindruck. Ich konnte seinen kräftigen Doppelstockschüben nicht mehr folgen. Die Kraft war einfach weg. Leider haben mich dann in den Schiebepassagen noch einige Läufer überholt. So fünf, sechs Kilometer vor dem Ziel kamen dann noch ein paar ganz kleine, aber gemeine Anstiege. Mit einem viel zu glatten Ski und keiner Kraft mehr ist das nicht besonders günstig. Ich hievte mich noch irgendwie ins Ziel, hatte aber leider die letzten 10 Kilometer doch noch ziemlich viel Plätze verloren. Mit einer Zeit von 2 Stunden 50 Minuten und 1 Sekunde kam ich als insgesamt 287. ins Ziel. (Männer: 281., Altersklasse M40: 174.). Matthias Winkler wurde mit einer Zeit von 2:43:16 insgesamt 202. (Männer: 197., Altersklasse M40: 133.).
Ich war mit dem Rennen im Großen und Ganzen sehr zufrieden. Bis Kilometer 40 hatte ich überhaupt keine Probleme und es lief perfekt. Am Schluss hat es nur ein wenig an der Kraft gefehlt. Keine Krämpfe und keine Konditionsprobleme. Da kann man schon zufrieden sein. Haben dann noch im Zielbereich ein paar Fotos geschossen und uns dann im Zelt umgezogen. Der Jizerska Padesatka ist wirklich ein wunderschöner Volkslanglauf. Alles gut organisiert und zahlreiche Verpflegungsstellen. Hat Spaß gemacht da mitzulaufen. Das Rennen hat der Norweger Karl Gunnar Skjønsfjell, vor dem Esten Raul Olle und dem Tschechen Stanislav Rezac gewonnen.

Bilder

Sportübersicht